20190824110838_IMG_0214-01.jpeg

Biodiverse Gardening

Hier findet ihr eine kleine Zusammenfassung über mein bescheidenes Wissen über naturanahes Gärtnern, sowie nützliche Links und Informationen, die euch bei der Erstellung eurer eigenen Naturgärten helfen können!

Nach viel Recherche und eigenen Erfahrungen pflege ich meinen kleinen Garten nach folgenden Grundsätzen:

1. Weniger ist mehr

1.1 Schneide nur das, was geschnitten werden muss

Die größte Artenvielfalt haben Wiesen, die nur 2 Mal im Jahr gemäht werden. In Berreichen, wo du häufig gehst, wird es dennoch besser sein etwas öfter zu mähen. Versuche aber einmal, die Zeitspanne zwischen den Schnitten so weit wie möglich zu verlängern. Du wirst mit wunderbaren Blumen belohnt! Ein paar Wildblumensamen können das etwas beschleunigen. ;)

Und vielleicht gibt es ja Bereiche in deinem Garten, wo tatsächlich nur 2 Mal im Jahr gemäht werden kann. Es ist weniger Arbeit für dich und verschiedene nützliche Insekten werden es dir danken.

Wir Menschen mögen es ordentlich, aber in der Natur ist ein bisschen Chaos etwas Gutes;

  • Lasse ein paar wilde Ecken im Garten - einige ungewöhnliche Gartenpflanzen wachsen und bieten Lebensraum für verschiedene kleine Tiere

  • Kehre die Herbstblätter unter unter Sträucher oder in Blumenbeete - sie sind toller Mulch und Insekten haben einen Platz zum Verstecken.

  • Schneide Sträucher erst im zeitigen Frühjahr - dies gibt den Tieren im Winter mehr Schutz.

  • Baue einen Totholzhaufen - Nährboden für verschiedene nützliche Insekten!

1.2 Die Natur braucht ein wenig Chaos

1.3 Verwende keine Pestizide

Pesitzide schädigen nicht nur Schädlinge im Garten, sondern auch die nützlichen Insekten und stören das natürliche Gleichgewicht und richtet damit mehr Schaden als Nutzen an.

Bei Blattläusen zum Beispiel wirkt es Wunder, einfach nur abzuwarten. Wenn deine Pflanzen stark befallen sind, kann das schonmal sehr an den Nerven zehren. Aber nach einer Weile werden Marienkäfer- und Schwebfliegenlarven kommen und die Blattläuse mehr oder weniger dauerhaft entfernen. Vorausgesetzt, dein Garten ist generell insektenfreundlich angelegt! Damit sparst du Geld und unterstützt sehr wichtige Bestäuber!

2. Achte auf deine Pflanzenauswahl

2.1 Verwende mehr heimische Pflanzen

Der Bestand vieler unser heimischen Pflanzenarten ist rückläufig, hauptsächlich aufgrund der intensiven Landwirtschaft. Wenn du also heimischen Pflanzen einen Platz in deinem Garten, auf dem Balkon oder Fensterbrett schaffst, trägst du aktiv zu ihrem Schutz bei!

Außerdem sind die heimischen Insekten besser an die heimischen Pflanzen angepasst und ihnen ist damit auch geholfen. 2 Fliegen mit einer Klappe, oder so ähnlich ;)

Und ich kann euch nur bestätigen, dass heimische Pflanzen normalerweise weniger Pflege brauchen und in ihrer Schönheit oft unterschätzt sind!

Nicht jede hübsche Blume ist für Bestäuber von Vorteil. Viele Hybriden produzieren keinen Nektar mehr und bieten daher kein Futter für Bienen & Co. Gefüllte Rosen sind ein gutes Beispiel dafür.

Bestäuberfreundliche Pflanzen sind zum Beispiel:

  • Fetthenne

  • Glockenblumen

  • Oregano oder Wilder Dost

  • Flieder

  • Storchenschnäbel

Wobei ich natürlich hier auch immer die heimischen wilden Varianten vor Hybriden bevorzuge.

2.2 Verwende Bestäuberfreundliche Pflanzen

2.3 Kauft Bio-Pflanzen oder verwendet Samen

Leider werden viele Pestizide und Chemikalien in Gärtnereien verwendet, um Schädlinge zu bekämpfen. Dies schadet aber auch nützlichen Insekten und im schlimmsten Fall vergiften sie auch Bestäuber, die wir unterstützen möchten. Kaufe also nur Bio-Pflanzen. Biogärtnereien verwenden keine Pestizide.

Eine andere natürliche und auch billigere Option ist  Pflanzensamen zu verwenden. Dann kannst du dir sicher sein, dass keine Pestizide verwendet wurden und es braucht viel weniger Platz, Verpackungsmaterial  und weniger Transportwege.

3. Freu dich über Tiere in deinem Garten

Nicht nur eure Pflanzen können von Insekten im Garten profitieren, sondern auch andere Tiere, die ganz nebenbei auch die Anzahl der Insekten für euch auf einem gesunden Niveau halten.

Vögel zum Beispiel sind eines der ersten Tiere, die ihr in einem Naturgarten häufiger sehen werdet. Das ist nicht nur sehr amüsant zu beobachten, sondern unterstützt die Vögel auch dabei, auf natürliche Weise genug Futter zu finden.
Vögel sind natürlich direkt vom Verschwinden der Insekten betroffen und brauchen jede Hilfe, die sie bekommen können.

2.2 Vögel für Balance

3.1 Glückliche Würmer, glückliche Pflanzen

Ein gesunder Boden enthält Millionen von Organismen und ist der wichtigste Faktor für widerstandsfähige und gut aussehende Pflanzen. Diese Organismen recyceln organische Abfälle liefern Nährstoffe. Das heißt für uns Gärtner, wir müssen sie glücklich und satt halten, um einen gesunden Boden zu bekommen.

  • Halte den Boden bedeckt und feucht

  • Stelle sicher, dass es genug zu essen gibt

    •  durch Laub, Schnittgut - Mulch

    •  durch Komposthaufen, direkte Kompostierung

  • Verwende keine Pestiziede

Am Ende dreht sich alles um den natürlichen Kreislauf!

Nützliche Links

Hier findet ihr ein paar Links, die mir eine Inspiration für meinen kleinen Garten waren

Achtung, die Links ändern sich mit der Spracheinstellung!

Buchempfehlungen

©2020 Earth.Life.You. Erstellt mit Wix.com